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BEV - Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
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Kartometer

Überblick


Produktname

Kartometer

Produktgruppe

Landkarten

Produktdefinition

Mit dem Kartometer des BEV steht den Nutzern der staatlichen topographischen Kartenwerke Österreichs erstmals ein technisches Hilfsmittel zur Verfügung, mit dem verschiedene Messgrößen in den Karten einfach und schnell bestimmt werden können.

Maßstabsbereich

 
Mit Kartometer direkt bestimmbare Größen
Maßstab
1) Distanzen
(Maßstabsleisten)
2) Koordinaten
(Planzeiger)
3) Neigungen
(Böschungsmaßstäbe)
4) Richtungen
(Kartenwinkelmesser)
1:25 000 ja ja ja ja
1:50 000 ja ja ja ja
1:200 000 ja ja nein ja
1:500 000 bedingt nein nein ja

Eignung/Nutzung

1) Distanzmessung: Zum Messen von Distanzen bzw. Entfernungen sind an den Rändern des Kartometers Maßstabsleisten für die Maßstäbe 1:25 000, 1:50 000, 1:200 000 sowie eine Zentimeter-Skala angebracht. Multipliziert man die Werte der Maßstabsleiste  1:50 000 mit dem Faktor 10, dann kann diese Skala auch für die Österreichische Karte 1:500 000 verwendet werden. Damit ist die Distanzmessung auf allen staatlichen topographischen Kartenwerken Österreichs gewährleistet.

2) Koordinatenmessung: Im "Zeitalter von GPS" gewinnt die Koordinatenmessung in topographischen Karten zunehmend an Bedeutung. Mit sogenannten Planzeigern können Rechtwinkel-Koordinaten in Karten mit aufgedrucktem Gitter elegant bestimmt werden. Der BEV-Kartometer beinhaltet Planzeiger für die Maßstäbe 1:25 000, 1:50 000 und 1:200 000. Diese Maßstäbe ermöglichen die Koordinatenbestimmung beliebiger Punkte sowohl in den "alten" topographischen Karten mit traditionellem Bundesmeldenetz (ÖK25V-BMN, ÖK50-BMN, ÖK200-BMN) als auch in den neuen staatlichen Kartenwerken (ÖK25V-UTM, ÖK50-UTM, ÖK200-BLK = Bundesländerkarte) mit dem Universal-Transversal-Mercator-Gitter (UTM-Gitter). Der Planzeiger wird so an das Gitternetz der Karte gelegt, dass die senkrechte Teilung den zu bestimmenden Punkt und die waagerechte Teilung die nächstgelegene untere waagerechte Gitternetzlinie des Planquadrates berührt. Die an der Teilung ermittelten Werte in Metern werden zu den geraden Werten der Gitternetzlinien addiert. So ergeben sich die Koordinaten des betreffenden Punktes. Im umgekehrten Sinne können z.B. die an einem GPS-Empfänger abgelesenen Koordinaten mit Hilfe des Planzeigers in die Karte übertragen werden.

3) Neigungsmessung: Für die Maßstäbe 1:25 000 und 1:50 000 beinhaltet der BEV-Kartometer Böschungsmaßstäbe mit jeweils stufenlos gestaffelter Skalierung. Diese ermöglichen die Bestimmung der Hangneigung von 10° bis 45° durch Vergleich der Skala mit dem Abstand zweier benachbarter Höhenlinien. Die Anwendung beschränkt sich auf topographische Karten mit der üblichen Äquidistanz (konstanter vertikaler Abstand benachbarter Höhenlinien) von 20m.

  • Neigungsmessung in der Karte

    1. Hangneigungsskala auf die Höhenlinien legen und parallel zu den Skalenstrichen ausrichten

    2. Hangneigungsskala solange verschieben, bis der Abstand in der Skala und der zu    bestimmende Höhenlinienabstand gleich groß sind

    3. Ablesung der Hangneigung in Grad auf der Skala

  • Neigungsmessung im Gelände

    1. Peilvorrichtung konstruieren

    • Kreismittelpunkt des Kartenwinkelmessers mit feiner Nadel lochen
    • Peilfaden (dünnen Zwirn) durchfädeln
    • Peilfaden auf Rückseite des Kartenmessers verknoten bzw. mit transparentem Klebeband fixieren
    • Peilfaden beschweren (z.B. durch Anhängen eines Schlüssels)

      2. Hangparallel über eine Seite des Kartometers peilen

      3. Faden am Kartometer fixieren und den Winkel an der Gradeinteilung ablesen

4) Richtungsmessung: Bei der Orientierung mit Kompass bzw. Bussole sind exakte Richtungsangaben notwendig. Mit dem aufgedruckten Kartenwinkelmesser (360°-Kreisteilung) lassen sich Richtungen mit ausreichender Genauigkeit der Karte entnehmen bzw. im umgekehrten Sinn von der Natur in die Karte übertragen.

  • Von der Karte ins Gelände

1. Kreismittelpunkt des Kartenwinkelmessers exakt über dem Ausgangspunkt der Messung positionieren

    2. Kartenwinkelmesser solange drehen, bis sich seine Nordrichtung (N) mit Karten-Nord deckt

    3. Peilfaden (Konstruktion der Peilvorrichtung: siehe Neigungsmessung im Gelände) vom Kreismittelpunkt des Winkelmessers zum Zielpunkt der Messung spannen

    4. Richtungswinkel (in Grad) an der Skala des Winkelmessers ablesen

    5. Übertragen des ermittelten Richtungswinkels mittels Kompass in die Natur

    • Vom Gelände in die Karte

    1. Kompass mit dem Kurspfeil auf den erkannten Geländepunkt richten

    2. Kompass-Dose nach der Magnetnadel ausrichten (Nordmarke zum Nordende der Nadel)

    3. Übertragen des ermittelten Richtungswinkels mittels Kartenwinkelmessers in die Karte

    Datentyp

    Kartenzubehör

    Letzte Änderung

    01.06.2010