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BEV - Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
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Schwerefeld

Qualität

Datenquelle

  • Schwerewerte: Absolute/relative Gravimetermessungen
  • Österreichische Schwerekarte: Bouguer-Isanomalien

    Datenerfassung und -verarbeitung

    In Österreich wurden um 1874 erste Schwerewertbestimmungen durch Theodor von Oppoltzer (Militärgeographisches Institut) mit Pendelapparaten durchgeführt. Seit 1949 erfolgen Messungen systematisch entlang der Nivellementlinien mit Federgravimeter (Relativmessungen).

    Als Bezugsrahmen für alle Schweremessungen in Österreich steht seit 1985 das ÖSGN zur Verfügung. Die Messungen für das ÖSGN wurden mit mehreren Relatigravimetern durchgeführt. Für die absolute Lagerung des ÖSGN ist seit 1987 ein Freifall-Absolutgravimeter im Einsatz.

    Die Berechnung der Bouguerwerte bzw. der mittleren Lotlinienschwere erfolgt im System GRS80 unter Berücksichtigung der Topographie im Radius von 167 km mit Hilfe des Geländemodelles des BEV.

    Die Bouguer-Isoanomalien in der Österreichischen Schwerekarte werden mit Hilfe einer Farbskala in 5 verschiedenen Farben dargestellt.

    Allgemeine Genauigkeit

    Wertebereich in Österreich ca. 9.80 - 9.81 m/s²
    Schwerewert absolut ± 3 - 8 µGal
    Schwerewert ÖSGN ± 5 - 20 µGal
    Schwerewert (gemessen) ± 0,01 - 0,05 mGal (nach 1981)
    ± 0,05 - 0,10 mGal (1960 - 1981)
    ± 0,20 - 0,70 mGal (vor 1960)
    Schwerewert (interpoliert)

    ± 0,2 - 2,0 mGal
    (abhängig von Topographie und Verteilung der Ausgangspunkte)

    Lotlinienschwere ± 0,5 - 3 mGal
    (abhängig von Topographie und Höhenlage)
    Bouguerschwerewert ± 0,2 - 1,5 mGal
    (abhängig von Topographie und Verteilung der Ausgangspunkte)

    Als Schwerewert g wird der Betrag der Fallbeschleunigung g bezeichnet. Die Maßeinheit ist m/s², in der Geodäsie und Geophysik ist auch das Gal gebräuchlich: 1Gal = 1cm/s², 1mGal = 10µm/s², 1µGal = 10nm/s².

    Lagegenauigkeit:

    Von den ca. 64.000 Punkten mit Schwerewerten haben ca. 29 % gemessene Koordinaten mit einer Genauigkeit besser 10 cm, bei etwa 31 % der Punkte wurden die Koordinaten aus der Katastralmappe oder aus Luftbildkarten mit einer Lagegenauigkeit besser 2 m bestimmt. Die Lage der übrigen 40 % der Punkte wurde aus der österreichischen Karte 1:50.000 mit einer Genauigkeit von etwa 20 m bestimmt.

    Höhengenauigkeit:

    52 % der Punkte mit Schwerewerten haben Nivellementanschluss, bei 41 % der Schwerepunkte wurde die Höhe von TPs abgeleitet, die Höhen von 7 % der Schwerepunkte sind aus Kartenkoten abgeleitet.

    Österreichische Schwerekarte:

    Die Genauigkeit der Darstellung und die Dichte der Bouguer-Isoanomalien ist vom Ausgabemaßstab abhängig.

    Fortführung

    Schwerewerte:

    Die Aktualisierung der Schwerewerte erfolgt in Zusammenhang mit Arbeiten im Präzisionsnivellement für den Aufbau des neuen Höhensystems. Weiters findet eine laufende Aktualisierung der Schwerewerte im Zuge der Erhaltungsarbeiten des ÖSGN statt.

    Österreichische Schwerekarte:

    Die Österreichische Schwerekarte ist aus dem Jahr 2006, Neuauflage ca. alle 3 Jahre.

    Allgemeine Vollständigkeit

    Flächendeckend für ganz Österreich