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BEV - Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
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Bodenschätzungsergebnisse

Qualität

Datenquelle

Feldbodenkundliche Erhebungen, Feststellung der Bodenverhältnisse

Datenerfassung und -verarbeitung

Bodenschätzungsergebnisse: Sie beruhen auf einer feldbodenkundlichen Erhebung im Rahmen eines Abgabenverfahrens unter Berücksichtigung der vom Bodenschätzungsgesetz vorgegebenen Erhebungskriterien. Sie sind Bestandteil eines Feststellungsbescheides für Abgabenzwecke und geben die Verhältnisse zum jeweiligen Erhebungszeitpunkt (siehe Regionalinformation der Grundstücksdatenbank) wieder.

Schätzungskartenlayer: Schätzungslinien entsprechen den vom Bodenschätzer festgestellten Bodenverhältnissen, sind teilweise ident mit Katasterlinien (Grundstücks oder Nutzungsgrenzen); näherungsweise Abgrenzung der unterschiedlichen Bodeneinheiten (Klassenflächen).

Schätzungsreinbuch: Feldbodenkundliche kurze Beschreibung der kennzeichnenden Böden (Klassen), Ableitung der Wertzahlen (Boden-bzw. Grünlandgrundzahl/Acker- bzw. Grünlandzahl; Zu- und Abschläge für Gelände, Klima, Besonderheiten). Beinhaltet auch die Vergleichsstücke, die für die Schätzung in dieser Katastralgemeinde verwendet wurden; Vergleichsstücke sind Vergleichsbodenflächen mit genauer feldbodenkundlicher Beschreibung, klimatischen Daten, Lagedaten, Einschätzung, Ableitung der Wertzahlen (siehe Schätzungsreinbuch).

Musterstücke: Rechtsverbindlich kundgemachte Vergleichsbodenflächen mit genauer feldbodenkundlicher Beschreibung, einzelnen bodenchemischen und physikalischen Analysedaten, klimatische Daten, Lagedaten, Einschätzung mit Ableitung der Wertzahlen (Boden- bzw. Grünlandgrundzahl/Acker- bzw. Grünlandzahl; Zu- und Abschläge für Gelände, Klima, Besonderheiten).

  • Kataster: Die Eigentumsinformationen werden synchron zu den Eintragungen im Grundbuch geführt. Die Nutzungsinformationen werden periodisch aktualisiert. (Datum der letzten Aktualisierung siehe KG-Qualitätsinfo interne Datenbank, die parallel zur Regionalinformation von den VÄ geführt wird).

Allgemeine Lagegenauigkeit

Die Lagegenauigkeit der Linien ist unterschiedlich:

  • Viele Linien der DBE sind deckungsgleich mit Linien aus dem Kataster (Grundstücksgrenzen, Nutzungsgrenzen, sonstige Linien (Böschungskanten...). Ihre Genauigkeit entspricht der Katastergenauigkeit von wenigen cm bei vermessenen Grenzen (erkenntlich an der Punktnummer), über wenige dm bei photogrammetrisch bestimmten Linien bis zu einigen m bei Linien aus der Uraufnahme in der ersten Hälfte des 19.Jhdt.
  • Die restlichen Abgrenzungen der DBE werden vom Schätzer direkt im Gelände aufgrund der topografischen Verhältnisse und der gezogenen Bodenproben bestimmt. Ihre Genauigkeit beträgt wenige Meter.

Fortführung

Die Führung der Bodenschätzungsergebnisse erfolgt gem. §§ 2 (periodisch ca. alle 30 Jahre) und 3 BoSchätzG (im Anlassfall nach gravierenden Veränderungen der Natur, z.B. Vermurungen).

Allgemeine Vollständigkeit

Die Digitalen Bodenschätzungsergebnisse sind seit Ende 2006 nahezu flächendeckend verfügbar. Die Schätzungsreinbücher sind derzeit zu ca. 30% digitalisiert. In Gebieten in denen die Schätzungsreinbücher nicht digital vorhanden sind, wird nicht bedarfsorientiert digitalisiert. Die Digitalisierung von Schätzungsreinbüchern erfolgt derzeit nur im Rahmen von Überprüfungsschätzungen gem. § 2 Bodenschätzungsgesetz.

Die Schätzungsreinkarte und das Schätzungsreinbuch können in analoger Form flächendeckend abgegeben werden. Die Abgabe von digitalen Daten erfolgt ab Freigabe sofort in jenen Gebieten, in denen digitale Daten vorhanden sind. Dazu ist die Führung entsprechender Metadaten (Verfügbarkeitslayer) erforderlich.

Die Aktualisierung der Schätzungsergebnisse erfolgt im Rahmen der Überprüfung durchschnittlich alle 20 - 30 Jahre (§ 2 BoschäG) sowie im Bedarfsfall im Rahmen einer Nachschätzung (§ 3 BoschäG).