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Schaltsekunde macht 2008 zum längsten Jahr (18.12.2008)

Das Jahr 2008 wird genau 31 622 401 Sekunden dauern und ist damit das längstmögliche Jahr in unserem Kalender und Zeitsystem. Bekannter Weise gibt es alle vier Jahre ein Schaltjahr, genau 97 Schaltjahre in 400 Jahren. Das Jahr 2008 ist ein solches Schaltjahr. Deshalb wurde zur Anpassung des Kalenders an die Rotation der Erde um die Sonne ein zusätzlicher Tag eingefügt (29. Februar). Somit wurde das "normale" Jahr von 365 Tagen bereits um 1 Tag, also 86 400 Sekunden, verlängert.

Weit weniger bekannt ist, dass in geringeren Zeitabständen, also häufiger, eine Schaltsekunde eingefügt wird. Seit 1972 waren es bereits insgesamt 23 Sekunden. Durchschnittlich passiert das alle 2 Jahre. Fixe Vorgaben gibt es dafür nicht, die Festsetzung erfolgt nach astronomischen Beobachtungen. Heuer wird wieder in der letzten Minute des 31. Dezember eine solche zusätzliche Sekunde eingefügt. Dies ist notwendig, um die internationale Zeitskala, die von Atomuhren erzeugt wird, an die astronomische Zeitskala (festgelegt durch den Sonnenstand) und damit an die tatsächliche Rotation der Erde um die eigene Achse anzupassen.

In Österreich gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) als lokale Zeitskala. Nachdem sich die koordinierte Weltzeit (UTC, Universal Time Coordinated) aber auf den Nullmeridian von Greenwich/Großbritannien bezieht (1 Stunde Unterschied, MEZ = UTC + 1h), erfolgt die Einfügung der Schaltsekunde in die bereits vorprogrammierten Atomuhren des BEV erst am 1. Jänner 2009 um 1 h MEZ.

Im BEV werden drei industrielle Atomuhren mit thermischen Cäsiumstrahlröhren und zwei Rubidium-Frequenznormale betrieben, wobei ein Rubidiumnormal akkugepuffert speziell für den mobilen Einsatz verwendet wird. Ein Cäsium-Frequenznormal (Master Clock) bildet das nationale Normal für UTC(BEV), der Nationalen Österreichischen Zeitskala, die anderen Atomuhren dienen zur Absicherung, für interne Vergleichsmessungen und für Kalibrierungen.

Die Zeitskala UTC(BEV) wird ständig durch internationale Vergleichsmessungen mittels GPS-Satelliten überwacht. Mit diesen Messungen trägt das BEV auch zur internationalen Weltzeit UTC bei.

http://www.metrologie.at/messtechnische-fachbereiche/zeit-und-frequenz/

 

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