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Neuer Labortrakt für das BEV (16.04.09)

Ein neuer Labortrakt wird die messtechnische Infrastruktur des BEV als Nationales Metrologie-Institut erheblich verbessern. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtet einen Laborneubau am BEV-Standort Arltgasse/Koppstraße in Wien 16.

Abbrucharbeiten
Abbrucharbeiten
Auf dem, durch den Abbruch eines Teiles des Bestandsgebäudes, freigewordenen Areal entsteht ein Neubau mit 1 300 m² Nutzfläche auf vier Geschoßen. Darin werden 40 Labors für die Darstellung der nationalen Messnormale für Masse, Druck, Temperatur, Elektrische Größen, Länge, Kraft, Durchfluss und andere untergebracht. Zusätzlich wird das Untergeschoß des Traktes Koppstraße mit einer Nutzfläche von rund 900 m² umgebaut. Dort entsteht unter anderem ein ca. 52 m langer Mess-Stollen. Das Bestandsgebäude wird im Hof um eine Kraftmesshalle erweitert.

Der von der Arbeitsgemeinschaft Architekt Bernhart, Architekt Kopper und Von der Heyden GmbH & Co KG geplante Neubau soll im Juni 2010 fertiggestellt sein.

              Visualisierung - Neubau des Labortraktes
              Visualisierung - Neubau des Labortraktes
Das BEV als Nationales Metrologie-Institut
Ein leistungsfähiges nationales Messwesen ist ein unverzichtbarer Teil der Infrastruktur eines Industriestaates. Eine hochentwickelte Messtechnik ist eine der Grundvoraussetzungen für Qualität und Fortschritt in Handel, Industrie, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Umweltschutz.

In Österreich hat das BEV den gesetzlichen Auftrag, für diese Grundlagen zu sorgen. In seiner Funktion als nationales Metrologieinstitut hält das BEV in der Gruppe Eichwesen die verbindlichen Nationalen Etalons (Messnormale) zur Darstellung der gesetzlichen Maßeinheiten bereit und stellt deren internationale Gleichwertigkeit sicher. Es steht damit an der Spitze des nationalen metrologischen Systems.

Das moderne Meter-Maß wird vom BEV koordiniert
Mit der Ratifizierung der Meter-Konvention am 20. Mai 1875, einem der ältesten noch gültigen Staatsverträge, wurden das Urkilogramm und das Urmeter als die weltweit einzigen Maßeinheiten für Masse und Länge bestimmt.

Das Internationale Büro für Maß und Gewicht war für die Aufbewahrung und die Weitergabe der Einheiten an die Mitgliedstaaten verantwortlich. Die Definition des Meters wurde 1960 und 1983 so geändert, dass das eigentliche Urmeter für die Realisierung der Längeneinheit bedeutungslos geworden ist.

Seit 1983 wird das Meter als jene Länge der Strecke definiert, die Licht im leeren Raum während einer Dauer von 1/299 792 458 Sekunde durchläuft.
Dargestellt wird dies mit Hilfe eines "optischen Femtosekunden-Frequenzkammgenerators".
Das BEV betreibt bereits seit Ende 2001 einen Kammgenerator im Routinebetrieb und führt mit 4 weiteren Nationalen Metrologie-Instituten die tatsächlichen Kalibrierungen für weltweit alle Laser durch. Diese 5 Institute decken gleichzeitig die wichtigsten regionalen Metrologieorganisationen ab. Das BEV ist seit 2007 als Pilotlabor zusätzlich mit der Koordination, Auswertung und Veröffentlichung der Vergleichsmessungen betraut.
Im übertragenen Sinn kann man diesen Rundvergleich als eine virtuelle und über den gesamten Erdball verstreute Realisierung des "Urmeters" betrachten.

           Femtosekunden-Frequenzkammgenerator              Femtosekunden-Frequenzkammgenerator

 

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