BEV vertritt Österreich im UN-Ausschuss für Geoinformation 28.08.2026 - Bei der 16. Sitzung des UN-GGIM brachte Österreich seine Expertise in die globale Geoinformationsagenda ein. Im Fokus standen Geodatenmanagement, KI, Resilienz, Standards, der globale Referenzrahmen und internationale Zusammenarbeit für Nachhaltigkeit.

Vom 3. bis 7. August fand im United Nations Headquarter in New York die 16. Sitzung des globalen Experten-Komitees zu Geoinformationsmanagement statt. 
Der Expertenausschuss für globales Geoinformationsmanagement (UN-GGIM) wurde gegründet, um die Koordination, Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit von Geoinformationen und -ressourcen sicherzustellen und deren Nutzung durch die Mitgliedstaaten und die Gesellschaft für eine nachhaltige soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung zu ermöglichen. 

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Das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen – BEV folgte dem Aufruf des Wirtschafts- und Sozialrates (ECOSOC) für den genehmigten Aufgabenbereich, Experten mit spezifischen Kenntnissen im Geoinformationsmanagement für den Expertenausschuss 2026 zu entsenden. Die österreichische Delegation bestand aus dem Leiter des BEV, Mag. (FH) Claus Kahn, dem CIO des BEV, Dr. Markus Jobst und dem Präsidenten der Internationalen Kartografischen Vereinigung, Prof. Georg Gartner (TU Wien).

Der Ausschuss wurde aufgefordert, die Bemühungen zur Sensibilisierung und Förderung von Geodaten für soziale, wirtschaftliche und ökologische Vorteile zur Kenntnis zu nehmen und zu unterstützen. Zu den wichtigsten Prioritäten zählen die Integration von Geodaten und Statistiken, die Entwicklung KI-fähiger Ökosysteme und der Schutz geodätischer Infrastruktur. Die teilnehmenden Nationen, darunter Österreich, Deutschland und Belgien, setzten sich für semantische Interoperabilität und die Einrichtung behördlicher Vertrauensstellen zur Steuerung neuer Technologien ein. Besonders hervorgehoben wurde die strategische Bedeutung von Geoinformationen für Klima Resilienz, Katastrophenschutz und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Geplante Tätigkeiten und zukünftige Ziele konzentrieren sich auf die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit (UN-Regionen und globale Arbeitsgruppen) und die Vorbereitung des 3. UN-Weltkongresses für Geoinformation vom 16. bis 19. November 2026 in Dschidda, Saudi-Arabien.

Die Veranstaltungswoche wurde begleitet von Arbeitsgesprächen mit Kollegen aus Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Indien, Island, Irland, Niederlande, Serbien, Slowenien, Südafrika, Türkei, UK, USA und UN als auch von einem Treffen mit dem stellvertretenden österreichischen Botschafter zur UN, Stefan Pretterhofer, der über die aktuellen Themen und Diskussion zur globalen Geoinformation, vor allem Kataster, Verwaltungsgrenzen, Adressen, Geonamen, Landschaftsmodelle und Kartographie, unterrichtet wurde.

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Die 16. Sitzung des UN-GGIM wurde am Freitag, 7. August 2026, im geplanten Zeitrahmen beendet. Es haben 78 Mitgliedstaaten teilgenommen und es wurden 20 Tagesordnungspunkte abgehandelt.
Österreich hat zehn Wortmeldungen zu folgenden Themen abgegeben:

  • Verbesserung der globalen Geodatenmanagement-Vereinbarungen
  • Beitrag regionaler Komitees zur globalen Agenda für Geoinformationen
  • Beitrag thematischer Netzwerke zur globalen Agenda für Geodateninformationen
  • Das zukünftige Ökosystem für Geoinformationen
  • Globaler geodätischer Referenzrahmen
  • Geodaten für Klima-, Umwelt- und Katastrophen Resilienz
  • Integration von Geodaten, statistischen Daten und anderen verwandten Informationen
  • Politische und rechtliche Rahmenbedingungen, einschließlich Fragen im Zusammenhang mit maßgeblichen Daten und neuen Technologien
  • Implementierung und Übernahme von Standards für die globale Geoinformationsgemeinschaft
  • Beitrag der globalen Geodatenzentren der Vereinten Nationen (außerhalb des Hauptsitzes) zur Verbesserung der globalen Geodatenmanagement-Vereinbarungen

In allen Bereichen wurde der Bedarf an gegenseitig abgestimmten und ergebnisorientierten Aktivitäten hervorgehoben.

Am 4. August lud Österreich einen ausgewählten Kreis von Expertinnen und Experten des Komitees und die Direktion der UN Statistik Division zu einem Empfang an der ständigen Vertretung Österreichs zur UN), bei dem sich der neue Leiter des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen, Mag. (FH) Claus Kahn vorstellte.