"Gravitation - Die unsichtbare Kraft, die unsere Erde formt" - neues Erklärvideo im BEV 07.10.2026 - Das GGOS-Koordinierungsbüro im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen hat ein neues Video über das Schwerefeld der Erde initiiert und produziert. Dieses zeigt, wie kleinste Veränderungen der Gravitation schmelzende Gletscher, Wasserressourcen und den Meeresspiegel sichtbar machen.
Warum ist die Schwerkraft nicht überall auf der Erde gleich? Und was verraten kleinste Veränderungen über schmelzende Gletscher, Wasserressourcen, den Meeresspiegel oder Prozesse tief im Erdinneren?
Diese Fragen beantwortet das neue Erklärvideo „Gravitation – Die unsichtbare Kraft, die unsere Erde formt“. Das GGOS-Koordinierungsbüro im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen – BEV hat den Film initiiert, konzipiert, koordiniert und produziert. Ziel ist es, moderne Geodäsie für ein breites Publikum verständlich zu machen. Aus diesem Grund ist das Video in 20 Sprachen online übersetzt verfügbar.
Die Idee: Geodäsie verständlich machen
Mit dem neuen Film setzt das GGOS-Koordinierungsbüro seine Reihe kurzer Bildungsfilme zur Geodäsie fort. Die ersten beiden Teile waren „Entdecke GGOS und die Geodäsie“ und „Erdfeste Koordinatensysteme – Wie die Geodäsie die Welt verbindet“. Jetzt steht das Schwerefeld der Erde im Mittelpunkt.
Das Video zeigt, dass Gravimetrie weit mehr ist als die Messung der Schwerkraft. Veränderungen im Schwerefeld zeigen, wie sich Masse auf und in der Erde verteilt. Damit lassen sich unter anderem der Eisverlust, Veränderungen von Wasserspeichern und des Meeresspiegels sowie Prozesse in der Erdkruste und im Erdinneren untersuchen.
Vom BEV in die internationale Geodäsie-Community
Im GGOS-Koordinierungsbüro im BEV lagen Konzeption, Koordination und Produktion vor allem bei Dipl.-Ing. Martin Sehnal und Lucas Triebenbacher. Zum Erzähltext und zu den fachlichen Inhalten trugen die internationalen Kolleginnen und Kollegen Laura Sánchez, Derek van Westrum und George Vergos wesentlich bei. Eine wichtige Rolle bei der Fertigstellung spielte das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) in Deutschland. Jens Klawonn übernahm die Postproduktion und gab dem gemeinsam entwickelten Material den filmischen Feinschliff.
20 Sprachen, 46 Mitwirkende, ein gemeinsames Projekt
Besonders deutlich zeigt sich der internationale Charakter des Projektes an den Sprachfassungen. Elf Sprachversionen wurden vollständig eingesprochen, neun weitere Sprachen kamen als Untertitel dazu. Die deutsche und die englische Fassung sprach dankenswerterweise ORF-Moderator Gernot Frischenschlager ein.
44 namentlich genannte Personen arbeiteten an Übersetzungen, Untertiteln und Sprachfassungen mit. Zusammen mit den Mitwirkenden aus Konzeption, Produktion und Postproduktion waren insgesamt 46 Personen namentlich am Projekt beteiligt. Alle Beiträge wurden ehrenamtlich geleistet. Geodätinnen und Geodäten aus zahlreichen Ländern stellten dafür ihre Zeit, ihr Fachwissen und ihre Sprachkenntnisse zur Verfügung. So wurde aus einer Idee am BEV ein internationales Gemeinschaftsprojekt der Geodäsie-Community.
Kleine Veränderungen, große Erkenntnisse
Das Video erklärt, wie Satellitenmissionen globale Veränderungen des Schwerefeldes messen und so zum Beispiel Veränderungen von Eismassen und der Wasserverteilung sichtbar machen. Ergänzend liefern Gravimeter am Boden, auf Schiffen oder in Flugzeugen hochpräzise Daten zu lokalen Veränderungen.
So zeigt „Gravitation – Die unsichtbare Kraft, die unsere Erde formt“ anschaulich, wie moderne Geodäsie hilft, unseren sich ständig verändernden Planeten besser zu verstehen. Gleichzeitig setzt der Film die erfolgreiche GGOS-Filmreihe fort.
Zum Film
Alle Sprachversionen sind auf YouTube abrufbar.