Welt-Metrologie-Tag 2026 15.05.2026 - Das Thema des heurigen Welt-Metrologie-Tages am 20. Mai lautet „Metrologie stärkt das Vertrauen in die Gestaltung von Politik“ und unterstreicht die Rolle, die die Metrologie bei der Bereitstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse und rechtlicher Rahmenbedingungen spielt.
Unser Alltag ist aktuell geprägt von internationalen Krisen, die ihre Auswirkungen auch in Österreich zeigen. Umso wichtiger ist es, das Vertrauen der österreichischen Bürgerinnen und Bürger in staatliche Institutionen zu stärken und weiterhin verlässlich dafür zu sorgen, dass sie sich auf ein funktionierendes Messwesen innerhalb Österreichs, der EU und weltweit verlassen können.
Das Thema des heurigen Welt-Metrologie-Tages lautet „Metrologie stärkt das Vertrauen in die Gestaltung von Politik“ und unterstreicht die Rolle, die die Metrologie bei der Bereitstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse und rechtlicher Rahmenbedingungen spielt, auf deren Grundlage politische Entscheidungsträger fundierte, transparente und umsetzbare Entscheidungen treffen können.
Geschichte des Welt-Metrologie-Tages
An der Unterzeichnung der Internationalen Meterkonvention vom 20. Mai 1875 war Österreich maßgeblich beteiligt. Der Vertrag bildet die Grundlage für ein weltweit kohärentes Messsystem, das Forschung, Innovation, die industrielle Fertigung, den internationalen Handel, sowie die Verbesserung der Lebensqualität und den Schutz der Umwelt unterstützt.
An dieses historische Ereignis der Vertragsunterzeichnung erinnert jährlich am 20. Mai der Welttag der Metrologie und soll dabei die Rolle der Metrologie in unserer Gesellschaft besonders hervorheben.
Ohne Ordnung im Messwesen, ohne einheitliches Maßsystem ist ein moderner Staat nicht mehr denkbar. Geordnetes Messen bildet die Grundlage des wirtschaftlichen Lebens, verbürgt die hochwertigen Leistungen von Industrie und Gewerbe, gibt der Arbeit des wissenschaftlich Forschenden die Gewähr der allgemeinen Gültigkeit und Überprüfbarkeit seiner Ergebnisse und gelangt auch auf den Gebieten des Gesundheitswesens und der öffentlichen Sicherheit zu immer größerer Bedeutung.
Auf der ganzen Welt entwickeln nationale Metrologieinstitute - wie das BEV in Österreich - die Messtechnik kontinuierlich weiter, indem sie neue Messmethoden ständig an den erforderlichen Perfektionsgrad anpassen und bestätigen. Die nationalen Metrologieinstitute nehmen an Vergleichsmessungen teil, die vom Internationalen Büro für Maß und Gewicht (BIPM) kooordiniert werden, um die Zuverlässigkeit der Messergebnisse weltweit sicherzustellen. Die Internationale Organisation für das gesetzliche Messwesen (OIML) erstellt internationale Empfehlungen mit dem Ziel, die Anforderungen auf zahlreichen Gebieten weltweit zu harmonisieren und in Einklang zu bringen.